Eine Reise durch die Welt des weiblichen Blues


„Eine Reise durch die Welt des weiblichen Blues"
Ein Konzert für Bluesfans und diejenigen die es noch werden wollen!
Gesang: Haide Manns (Bluesband „Blue Terrace“)
Keyboard: Maximilian Tettschlag (Bluesband „Blue Terrace“)
Bass: Mathias Dittner (Bluesband „Blue Terrace“)
Der Blues, die Volksmusik der afroamerikanischen Community im Süden der USA, hat 1920 das Glück, dass ihn Blues singende Frauen entgegen aller Widrigkeiten bei weißen Plattenfirmen unterbringen können. Nur Frauen werden in den ersten Jahren als Sängerinnen aufgenommen!
Eine Sensation!
Die Community kann nun ihre ureigene Musik kaufen und hören.
Und - die vielen weißen Plattenfirmen haben ab jetzt nur noch Dollarzeichen in ihren Augen, denn der „Bluescraze“ ist ausgebrochen!.
Aber noch wird die Musik der Afroamerikaner mitsamt seinen Menschen von den Weißen völlig ignoriert.
Aber der Siegeszug des Blues um die Welt ist nicht mehr aufzuhalten!
Oft witzig und ironisch, kreieren die afroamerikanischen Bluesdiven in ihren Songs ein neues Bild der Frau: die selbstbewusste und selbstbestimmte tatkräftige afroamerikanische Frau. In ihren Texten singen sie über pure Lebenslust, über die Freuden, aber auch die Leiden der Frauen, die in der US-Gesellschaft doppelt unterdrückt werden: von der rassistischen weißen Gesellschaft und von ihren Männern. Voller Energie erzählen die Bluesfrauen singend ihrem weiblichen Publikum von ihrem Alltag und von listigen Bewältigungsstrategien ihres von Gewalt und ökonomischen Sorgen geprägten Lebens.
Auch die Frauen wandern in den Norden um ein besseres Leben zu finden.
Symbolisch stehen dafür die vielen Bluessongs über die Eisenbahn, die einerseits Befreiung und Freiheit aus den katastrophalen Lebensverhältnissen des Südens versprechen, aber auch Abschiedsschmerz und Heimweh nach zu Hause mit sich bringen. Diese, sowie die Songs zur freien Wahl von Liebesbeziehungen und deren Abbruch mitsamt den daraus folgenden Problemen sind für die afroamerikanischen Frauen von großer Bedeutung.
Diese lebensnahen Themen, der Umgang mit der Freiheit, stellen die wichtigsten Unterschiede zum Leben während der Sklaverei dar.
Wenn der Blues in den späten 50er Jahren England erreicht, greifen ihn Rockbands auf und der Blues wird männlich und weiß!
Mit demTrio spielen sie – neben Raritäten und Meisterwerken des Blues der Frauen - Titel ihrer Nachfolgerinnen aus den Jahrzehnten bis aktuell:
Mamie Smith, Ma Rainey, Bessie Smith, Lil Johnson, Bonnie Raitt, Deborah Colemann, Jackie Venson und ein Titel der singenden Tochter von John Lee Hooker von 2023 über ihren großen Vater etc.
(Übersetzung der Texte; das Buch ist am Konzertabend erwerbbar)
Tolle Titel von tollen Bluesfrauen!
zum Buch:
Bluesfrauen: Starke Stimmen und ihre Geschichten
Die Hälfte des Blueshimmels gehört den afroamerikanischen Frauen und ihren Schwestern jeglicher Couleur. Viele stehen im Rampenlicht, manche haben Weltruhm erlangt, alle verkörpern starke Frauen und erzählen in ihren Songs von der Lebenswirklichkeit in immer noch vom Rassismus geprägten Gesellschaften ohne wirkliche Gleichberechtigung und Gleichstellung zwischen den Geschlechtern. Oft witzig mit viel Humor und Ironie, manchmal voller Trauer und Mitgefühl, häufig kämpferisch, mit Energie und Zuversicht zeichnen ihre Songs ein authentisches Bild der afroamerikanischen Frauen. Sie erzählen von der doppelten Diskriminierung der US-Gesellschaft, von den Problemen des Alltagslebens, von Armut und materiellen Sorgen und den Strategien ihrer Überwindung. Sie thematisieren die Wanderbewegungen besonders der jüngeren afroamerikanischen Frauen und Männer vom ländlichen Süden in die Industriestädte des Nordens, die mit der Hoffnung auf ein besseres Leben verbunden sind. Symbolisch stehen dafür zahlreiche Bluessongs über die Eisenbahn, die einerseits Befreiung aus den schwierigen Lebensverhältnissen des Südens verspricht, aber auch Abschiedsschmerz und Heimweh mit sich bringt. Diese sowie die vielen Songs zur freien Wahl von Liebesbeziehungen und sexueller Selbstbestimmung sind für die Bluesfrauen Frauen besonders bedeutsam. Die Historikerin Dr. Haide Manns geht diesen Thematiken in ihrem Band auf den Grund und beschreibt anhand zahlreicher Beispiele die
lyrische Kraft und Vielfalt des Blues.
Samstag, 31.Oktober 2026
Einlass: 19:00 Uhr
Beginn: 20:00 Uhr
Eintritt: 18,- €uro
Tickets unter: e.s.brieden@gmail.com